Instrumente

Kontrabässe

Krattenmacher Solo Bass Model

Dieses Modell, welches ich selbst gestaltet habe, ist sowohl von der alten englischen wie auch der italienischen Schule beeinflusst. Gleichzeitig trägt es unübersehbare Züge des 21. Jahrhunderts und weist somit einen Weg in den zeitgenössischen Geigenbau. Die rasante Entwicklung der Spieltechniken und die damit einhergehende Ausweitung und Ausdifferenzierung des Repertoires hat ein Überdenken der Strukturen und des Gebrauchs des Kontrabasses notwendig gemacht. Mein Solo Modell ist auf die physischen wie akustischen Bedürfnisse eines modernen Kontrabassspielers ausgerichtet und soll dem Musiker Komfort und den höchsten Grad an Spielbarkeit bieten. Durch die Kombination von wohlausgeglichenen Konturen, Klangreichtum wie auch Schönheit und Eleganz ist dieser Bass vielseitig einsetzbar – ob für Soloauftritte, Kammermusik oder Jazz. Der Klang ist zentriert und kraftvoll, einerseits schneidend in den hohen Registern, andererseits warm in den tieferen Frequenzen, und er differenziert sich in einem breiten Klangfarbenspektrum aus.

 

Krattenmacher Orchestral Bass Model

Dadurch, dass in diesem Modell die besten Eigenschaften der bekannten Geigenbauschulen aus Brescia, Mailand, Venedig und England vereint wurden, besitzt der Bass einen Klang, der sich gut mit anderen Instrumenten vereint. Aus diesem Grund eignet er sich sehr gut als Orchesterinstrument. Gleichzeitig steckt in diesem Instrument eine Menge Kraft, weshalb es auch besonders gut in Jazzensembles, wie auch als Soloinstrument verwendet werden kann.

 

 

5-Stringer Model

Ich arbeite permanent an der Weiterentwicklung des 5-Saiters. Dabei sind mir die Spielbarkeit, die Klangqualität, die Lautstärke sowie die Balance zwischen den höheren und tieferen Registern ein Hauptanliegen. Ich lege mich jedoch nicht auf bestimmtes Modell fest, sondern treffe die Modellwahl in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Musiker, um die Bedürfnisse und Vorlieben desjenigen und dessen Orchesters zu befriedigen. Derzeit habe ich zwei neue Modelle, als Ergänzung meiner gängigen Modelle, entwickelt:

  • Das Matthias Klotz Modell in Anlehnung der von Klotz gebauten G- Violone ist ein außergewöhnlicher homogener und attraktiver Instrument. Dieser Bass hat einen dunklen und breiten Klang. Mit seiner Gambenform ist er als Fünfsaiter leicht zu spielen und die Saitenlänge kann bis auf 105cm reduziert werden.
  • Das orchester A Modell ist ein weitergehen meines Orchestermodells. Es kombiniert ein großes Korpusvolumen mit guter Spielbarkeitkeit und einer idealen Saitenlänge von 107cm. Kann sowohl mit gewolbten Boden als auch mit flachen Boden gebaut werden.

Mögliche Modelle: Fendt, da Salò, Dodd, eigenes Orchester Modell. Link zum Artikel über Klotz veröffentlicht im „Double Bassist" 23, Winter 2002

Krattenmacher A Model

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Krattenmacher B Model
Fendt Model

Modell nach einem Kontrabass um 1820

Bernhard Simon Fendt II (London, 1801-1852) Saitenlänge 107.3 cm Das Instrument Das Original dieses Modells wird vom Solobassisten der National Opera von Wales, John Law, gespielt. Er ist davon überzeugt, dass die Klangfülle seines Orchesters ganz wesentlich von der Dimension seines Instruments getragen wird. „Als spielte eine ganze Streichersektion" – so schwärmt der Musiker von der Durchschlagskraft dieses Instruments. Nach dem Vorbild eines Kontrabasses von Maggini besticht dieses Modell ebenso durch seine Anmut und die wohl ausbalancierten Konturen, wie durch seine enormen Ausmaße auf, was allerdings für diese Bauperiode nicht ungewöhnlich war. Durch den flachen Boden, die tiefen  Zargen und die stark gewölbte Decke kann mit diesem Bass ein unglaublich kraftvoller, genauer und unmittelbarer Ton erzeugt werden. Die Stärken des Instruments liegen jedoch nicht einzig in der durch den Korpus ermöglichten Lautstärke, sondern auch in einer Klangqualität, die es dem Musiker erlaubt, selbst in den hintersten Reihen einer großen Konzerthalle ein gut ausdifferenziertes pianissimo vernehmbar zu machen.
Über Fendt II Bernhard Simon Fendt II wurde von seinem Vater B.S. Fendt I in der Londoner Werkstatt des Handwerkerkollegen John Betts ausgebildet. Nach seiner Ausbildung arbeitete Fendt II mit verschiedensten Londoner Geigenbauern zusammen und baute dabei einige der besten Instrumente dieser Zeit. Link zum Artikel über Fendt veröffentlicht im „Double Bassist" 19, Winter 2001
Dodd Model

Modell nach einem Kontrabass von 1820

Thomas Dodd (London, 1764-1834) Saitenlänge 107 cm Das Instrument Dieses Modell steht einerseits für den klassischen Bassbau Englands im frühen 19. Jahrhundert und andererseits für den einzigartigen Stil von Thomas Dodd. Jedes einzelne Detail ist so brillant und sorgfältig bis zur Perfektion ausgearbeitet, was es leicht macht dieses Modell lieben zu lernen. Die Lackierung – rötliche Farbe auf einem nahezu goldenen Untergrund - erzeugt eine ungewöhnlich schöne Textur und zieht damit die Blicke auf sich.
 
Über Dodd Als Sohn des bekannten Bogenmachers John Dodd, machte sich Thomas Dodd zunächst als Brauer verdient, um später über den Bogenbau zum Geigenbau zu gelangen. Nachdem er sich 1809 in der St Martin's Lane niedergelassen hatte, stellte er Bernhard Simon Fendt I und John F. Lott in seiner Werkstatt ein. Nach eigener Einschätzung hielt sich Dodd für den „perfekten Nachahmer von Stradivari, Amati, Stainer etc.", und beanspruchte ebenso, der Hüter des längst verloren geglaubten Cremoneser Lackgeheimnisses zu sein.
Kaakstein Model
Betts Model

Modell nach einem Kontrabass um 1790

John Betts, (London, 1752-1823) Saitenlänge 104.5 cm Das Instrument Die Korpuslänge dieses Instruments ist etwas kürzer, als es für die englischen Geigenbauer dieser Zeit üblich war. Die Korpusbreiten sind auffällig weit, der Mittelbug ist kurz und rund. Die Decke hat eine relativ flache Wölbung, weist aber die typische Cremoneser Bauweise auf und ist daher sanft geschwungen. Die langen, eleganten, an Maggini erinnernden f-Löcher und die Schnecke mit ihrer auffälligen zusätzlichen, halben Windung sind an sich sehr ansprechend und verlängern das eigentlich eher runde und gedrungene Instrument optisch. Auch die heller gehaltene Öllackierung mit ihren gelben und orangefarbenen Pigmenten auf der fast goldbraunen Oberfläche und der Patina machen den sonst eher dunklen und schwer wirkenden Bass in seiner Erscheinung um einiges leichter. Das Instrument hat eine dunkle, ja warme Klangfarbe, was für die englische Bassbauweise sehr typisch ist. Kraftvoll, jedoch nicht grell, spricht dieses Instrument auf verschiedenste Artikulationen und Stile an.
Über Betts John Betts absolvierte seine Ausbildung bei Richard Duke, dessen Werkstatt er später übernahm und zu einem florierenden Geschäft ausbaute. Durch seine Schule gingen viele der heute bekannten englischen Geigenbauer, ehe sie sich selbst niederließen, u.a. B. Simon Fendt I und II, Vincenzo Panormo und Joseph Hill. Link zum Artikel über John Betts, veröffentlicht im „Double Bassist" 16, Frühjahr 2001
Testore Model
Violone Model

Für  eine  D-Violone, habe ich bis jetzt meistens ein  Fellenreither Modell (Wien) als 5 saiter verwendet, aber ich auch italienisch Modelle wie Testore oder Maggini passen sehr gut zur D-Violone.